WEBINARE ZU DIABETES

Glykiertes Hämoglobin
 
 
19. November 2015

Glykiertes Hämoglobin (HbA1c) in der Diagnose und Überwachung von Diabetes: Derzeitige Praxis

AUTOREN: DR. CAS WEYKAMP UND DR. GARRY JOHN
 
Diabetes stellt eine schwere weltweite Epidemie dar.  Diabetes verursacht nicht nur seine eigenen, direkten Nebenerscheinungen, sondern führt außerdem zu einer Prädisposition der betroffenen Patienten zur Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) sowie von chronischen Nierenerkrankungen (CNE).  Daher ist es aus medizinischer Sicht dringend geboten, Personen zu identifizieren, bei denen ein Risiko für der Entwicklung eines Diabetes besteht, und bei den bereits erkrankten Patienten die glykämische Kontrolle zu überwachen. Glykiertes Hämoglobin (HbA1c) ist ein gut etablierter Marker, der routinemäßig zur Beobachtung einer Langzeitglykämie verwendet wird. Aufgrund von Verbesserungen der analytischen Leistungsfähigkeit von HbA1c-Assays ist es nun möglich, den Test in wirksamer Form zur Risikobeurteilung einzusetzen, um der Ausbildung der Erkrankung vorzubeugen. Traditionelle Methoden wie Nüchternblutzucker, 2-Stunden-PPG und der Glukosetoleranztest finden zwar weiterhin Anwendung in der Diagnose, doch HbA1c bietet spezielle Vorteile (z. B. keine Nüchternblutzuckermessung erforderlich, Abbildung des mittleren Blutzuckerwerts über einen Zeitraum von drei Monaten usw.).
 
Seit den späten 1970er Jahren wurden zahlreiche HbA1c-Methoden in die klinische Praxis eingeführt, es gab jedoch offenkundig signifikante Unterschiede bei den Ergebnissen, die von den einzelnen Labors vorgelegt wurden. Die fehlende Standardisierung hatte zur Folge, dass in verschiedenen Ländern nationale Standardisierungsprogramme entwickelt wurden, etwa in den USA (NGSP; National Glycohemoglobin Standardization Program), Japan und Schweden. Die internationale Standardisierung für HbA1c wurde von der IFCC (International Federation of Clinical Chemistry and Laboratory Medicine) implementiert. Jedes dieser Standardisierungsprogramme hat einen bedeutenden Beitrag geleistet, aber es besteht nach wie vor die Notwendigkeit, ein harmonisiertes Verfahren zum Berichten von HbA1c-Ergebnissen einzuführen.
 
Bei diesem Webcast erfahren wir mehr zu den Grundlagen der HbA1c-Bildung, den Resultaten der Standardisierungsbemühungen und der Qualität der HbA1c-Messungen, die eine Schlüsselrolle bei der Verwendung in der klinischen Praxis bei der Überwachung oder Diagnose spielen.
 
Zu Dr. Cas Weykamp
Cas Weykamp ist klinischer Chemiker und Leiter des MCA-Labors am Königin-Beatrix-Krankenhaus in Winterswijk/Niederlande. Eines seiner wichtigsten Interessen ist die Standardisierung von HbA1c. Er ist der Koordinator des weltweiten Netzwerks aus 16 Referenzlabors, in denen nach der IFCC-Referenzmethode für HbA1c gearbeitet wird, und Sekretär der IFCC Task Force für die HbA1c-Schulung. Zudem ist als Berater für das NGSP tätig. Er organisiert das EQA/PT-Programm für HbA1c in den Niederlanden. Im Allgemeinen befasst er sich als Mitglied der IFCC Task Force for Proficiency Testing und der IFCC Working Groups zu Commutability und CDT mit den Themen EQA/PT, Standardisierung und Harmonisierung. Bei der AACC war er mit der Rolle als Vorsitzender der Task Force zur Entwicklung von Werkzeugen für die AACC-Harmonisierungsinitiative betraut. Er hält Vorträge bei vielen internationalen wissenschaftlichen Veranstaltungen. Eine Liste seiner Publikationen finden Sie auf www.pubmed.com unter „Weykamp C“.
 
ZU DR. GARRY JOHN
Garry John ist beratender klinischer Biochemiker und Leiter der klinischen Biochemie und Immunologie am Norfolk and Norwich University Hospital und Honorarprofessor an der The Norwich Medical School, University of East Anglia, Norwich/Großbritannien. Neben seiner Lehrtätigkeit beim Studiengang an der Norwich Medical hält er auch Gastvorlesungen an folgenden Einrichtungen: Barts and The London School of Medicine and Dentistry, University of Surrey, University of London und Universität Mailand. Garry ist ein Fellow des Royal College of Pathologists (FRCPath) und Mitglied von Association for Clinical Biochemistry and Laboratory Medicine, American Association for Clinical Chemistry, Diabetes UK, European Association for the Study of Diabetes und Heart UK.
 
Garry fungierte als Vorsitzender der Working Group (WG) zur HbA1c-Standardisierung der International Federation for Clinical Chemistry and Laboratory Medicine (IFCC), bis die WG nach erfolgreichem Abschluss aller ihrer Aufgaben aufgelöst wurde. Garry ist jetzt als Vorsitzender der IFCC Task Force zur Implementierung der HbA1c-Standardisierung tätig. Er ist Mitglied des Lenkungsausschusses des NGSP. Ferner hat Garry eng mit zahlreichen nationalen und internationalen Organisationen zusammengearbeitet, darunter die European Association for the Study of Diabetes, die International Diabetes Federation und die Weltgesundheitsorganisation.
 
Garry hat mehr als 100 Arbeiten in von Fachkollegen geprüften Fachzeitschriften veröffentlicht, sechs Kapitel in Büchern verfasst, zwei Bücher lektoriert und mehr als 30 Poster bei internationalen Veranstaltungen vorgestellt. Er ist Associate Editor von Diabetic Medicine und als Lektor für verschiedene renommierte Fachzeitschriften tätig, darunter Clinical Chemistry, Annals of Clinical Biochemistry, Clinica ChimiActa und Diabetologia.
 

Lernziele:

  • Verstehen, wie und warum glykiertes Hämoglobin (HbA1c) gebildet wird.
  • Erklären, in welchem Zusammenhang der HbA1c-Spiegel mit der glykämischen Kontrolle des Patienten steht (mittlerer Blutzuckerspiegel).
  • Identifizieren der negativen Begleiterscheinungen von Diabetes.
  • Vergleichen und Gegenüberstellen der traditionellen Diabetes-Diagnosemethoden (Nüchternblutzucker, 2-Stunden-PPG und Glukosetoleranztest) mit HbA1c.
  • Beschreiben des internationalen Referenzmesssystems (RMS) für HbA1c.

Zielpublikum:

  • Laborpersonal
  • Endokrinologen
  • Ärzte
  • Stoffwechselspezialisten
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